Dichtigkeitsprüfungen privater Abwasserleitungen

Sehr geehrter Herr Grüter,

die NRW-Landtagsfraktionen von CDU und FDP haben im Jahre 2007 die Dichtigkeitsprüfung der privaten Abwasserleitungen bis spätestens 2015 in das Landeswassergesetz NRW aufgenommen. Die neue Landesregierung hat im Oktober 2012 beschlossen, dass nur private Anschlüsse in Wasserschutzgebieten regelmäßig kontrolliert werden müssen.

Bedauerlich ist, dass in der Zwischenzeit bereits viele Hausbesitzer zigtausende Euro in die Sanierung ihrer Abwasserleitungen gesteckt haben. In Voerde, siehe Bericht in der RP vom 05.11.2012, musste eine 86 Jahre alte Rentnerin für gut 12000 Euro ihre Abwasserrohre reparieren lassen, nachdem bei der verpflichtenden Überprüfung der Leitungen Ende letzten Jahres kleinere Mängel festgestellt wurden. Nunmehr droht der Hausverkauf, weil sie nicht über die finanziellen Mittel verfügt. Hätte sie ein halbes Jahr länger gewartet, müsste sie eventuell keine Angst haben, ihr Eigentum zu verlieren. Vielleicht gewähren CDU und FDP der Rentnerin einen zinslosen Kredit.

Hausbesitzer in Bricht werden noch heute von Firmen aufgesucht, die eine Überprüfung ihrer Abwasserleitungen anbieten. Wir stellen den Antrag, dass, sobald das Gesetz in Kraft tritt, die gemeindlichen Satzungen umgehend geändert werden. Die Bürger sollten seitens der Verwaltung kurzfristig darauf hingewiesen werden, dass nunmehr keine verpflichtende Prüfung der Abwasserleitungen mehr besteht.

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