Bösenberg: Appell an die Bürgervertreter

Offener Brief an die Fraktionen von CDU, Grüne, FDP, USWG und des Bürgermeisters. Die SPD wurde nicht berücksichtigt, da diese mehrfach öffentlich betonte, sich für die Bürger nicht einsetzen zu wollen (nachlesbar auf dieser Seite vom 26. Jan. 2012).

Anmerkungen zum TOP 9 des Planungs- und Umweltausschusses am kommenden Donnerstag, mit der Bitte um Beratung/ Berücksichtigung

Grundsätzlich war schon im Vorfeld zu erwarten, dass das Gutachten über eine Analyse von Senkungserscheinungen außerhalb der prognostizierten bergbaulichen Einwirkungsbereiche des BW PH zum Thema Bösenberg, keine Überraschungen ergeben wird.

Die Bezirksregierung Düsseldorf versprach im letzten Jahr, die Ursachen der Gebäudeschäden zu ermitteln und die Bürger zu informieren. In einem Behördengespräch wurde vereinbart, dass dies von der Gemeinde Schermbeck übernommen wird. Bis auf eine erarbeitete Checkliste ist nichts bekannt geworden. Über denStand in der Sache ist nichts bekannt. Die Bürger wurden entgegen unserer Forderung nicht angeschrieben. Nur auf der Internetseite war diese abrufbar.

Nach dem “Bergbaugutachten“ kann zumindest eine Ursache (Bergbau) ausgeschlossen werden. In dem Gutachten fällt allerdings auf (Kapitel 6.4 Grundwassermessungen, S.43), dass das RWW keine Wasserstanddaten der eigenen Messstellen zur Verfügung stellen wollte. Das obwohl, wie beschrieben, diese Senkungseinflüsse auf das Gelände haben. Auch wird ausgeführt, dass ein trockenfallenvon Torf (S.29) Senkungen des Geländes zur Folge hat. Interessant ist auch die Aussage, das Bodenbewegungen durch oberflächennahe Geothermienutzung (Bis zu 400m !) nur, wenn überhaupt, lokal auftreten. Das Gebiet „Bösenberg“ ist aber großräumig betroffen.

In der Verwaltungsvorlage stellt das RWW fest, dass aus dem Gutachten keine detaillierten Schlüsse gezogen werden können. Die weiteren Aussagen des RWW machen stutzig. Sie versuchen, so der Eindruck, von der Thematik offenbar geschickt, in alter Weise, abzulenken. Das sie noch nicht einmal ihre Daten bereitstellen wollte erstaunt, davon steht auch in der Verwaltungsvorlage nichts!

In den damaligen ökologischen und hydrogeologischen Gutachten der Bezirksregierung Münster wird eindeutig u.a. festgestellt, dass die Wassergewinnung des RWW Auswirkungen auf den Grundwasserstand hat. Der Trockenfall des Schermbecker Mühlenbachs/ teich sind 100% dem RWW anzulasten. Weiter wird beschrieben das Böden organischen Ursprungs (Torf) betroffen sind und es so zu Sackungen kommt, so das Gutachten. Weiter wird auch ausgeführt, das entgegen der Aussage des Kreises Wesel, die Grundwasserleiter miteinander verbunden sind. Daher kann durch eine Wasserentnahme tieferer Brunnen der obere Grundwasserleiter beeinflusst werden. Damit auch in Zukunft Beeinträchtigungen nachgewiesen werden können, wurden Beweissicherungsflächen ausgewiesen. Mit deren Hilfe sollen die Beeinträchtigungen auch in späteren Jahren nachgewiesen werden können.

Die damals Verantwortlichen wollten für die Bürger kämpfen. Die negativen Auswirkungen des Wasserentzuges waren gutachterlich bewiesen. Der damalige Bürgermeister machte sich große Sorgen wie es in der Zukunft aussehen könnte.

Daher sollte, so mein eindringlicher Appell, anhand der v.g Vorhandenen Gutachten und Beweissicherungsflächen ein Verschulden durch die Wassergewinnung nachgewiesen oder ausgeschlossen werden.

Ich stehe auch weiterhin, wenn gewünscht, für Informationen und Gespräche usw. bereit.

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