BfB Bürgermeisterkandidat Klaus Roth schreibt zum Thema Wirtschaftsförderung

Frage gestellt von schermbeck-online.de :Wie stellen Sie sich die künftige Wirtschaftsförderung der Gemeinde Schermbeck vor?

Bürgermeisterkandidat Klaus Roth

Bürgermeisterkandidat Klaus Roth

Wer durch die Mittelstraße geht oder durch das Gewerbegebiet insbesondere im neu erweiterten Teil am Kapellenweg kommt, hat nicht den Eindruck, dass in Schermbeck aktive Wirtschaftsförderung stattfindet. Die Leerstände auf der Mittelstraße nehmen erschreckend zu. Meine im Wirtschaftsförderungsausschuss in 2013 gestellte Forderung, verstärkte Aktivitäten der Wirtschaftsförderung bei der Ansiedlung von Geschäften des Einzelhandels zu entwickeln, wurde von der Verwaltung wie folgt beantwortet: „Letztendlich bestimmt die Marktwirtschaft die Entwicklungen“. Im Herbst 2011 blickte Bürgermeister Grüter zufrieden auf die Erweiterung am Kapellenweg zurück: „Das ist sehr positiv gelaufen“. Er sollte einmal den Blick in die Nachbargemeinde Raesfeld werfen, dort wird aktive Wirtschaftsförderung vorgelebt. Immerhin kostet dem Schermbecker Bürger das Produkt „Wirtschaft und Tourismus“ laut Haushaltsplan 2014 393.256 Euro. Die Gemeinde Raesfeld gibt lediglich 162.800 Euro für diesen Produktbereich aus.

Ich habe den Eindruck, Wirtschaftsförderung konzentriert sich in Schermbeck vor allem auf den Nachbarschaftsberater, die Lippequerung und das Klimaschutzkonzept, wobei sich die Verwaltung vor allem auf die Ansiedlung von Windparks festgelegt hat.

Auch die vor Jahren gegründete Organisation „Wir sind Schermbeck – Gemeindemarketing Schermbeck e. V. sowie auch die Werbegemeinschaft haben bezüglich der Wirtschaftsförderung wenig Akzente gesetzt. Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Schermbeck, die sich als Sprachrohr der Mittelständler in Schermbeck versteht, gibt es offenbar nicht mehr. Jedenfalls hört man von ihr nichts mehr. Durch die Schließung des ECCO-Hotels sind die Übernachtungszahlen in Schermbeck stark zurückgegangen. Inwieweit sich die Zweitwohnsteuer negativ auf die Wirtschaftsförderung bzw. dem Fremdenverkehr auswirken wird, muss abgewartet werden.

Im Falle meiner Wahl sind mir vor allem wichtig:

— Ein regelmäßiger Austausch und intensive Kontaktpflege mit den ansässigen Unternehmen/Kreditinstituten. Der Unternehmensbestand sowie die   bestehenden Arbeitsplätze müssen gesichert, neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

— Neugründungen müssen gefördert werden, z. B. durch einen wettbewerbsfähigen Gewerbesteuersatz

— Sicherung des Einzelhandels im Ortskern, Einkaufsmöglichkeiten im Ortsteil Gahlen.

— Eine Lotsenfunktion der Verwaltung bei Genehmigungen.

— Hilfestellung auch bei der Vermarktung leerstehender Ladenlokale oder sonstiger Gewerbeimmo-

bilien, wenn erforderlich auch außerhalb der Dienstzeiten.

— Bessere Vernetzung aller internen und externen Vereine/Organisationen, die sich mit Wirtschaftsförderung befassen.

— Das Branchenbuch muss überarbeitet werden, da nicht alle Gewerbetreibende/Freiberufler erfasst sind.

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