Bürgermeisterkandidat Klaus Roth zur Sicherheit in Schermbeck

Frage von H. Scheffler (schermbeck-online) an die Kandidaten:

Sind Sie mit der gegenwärtigen Art der Versorgung des Kleinstädtchens Schermbeck mit Polizeidiensten zufrieden oder sehen Sie die Notwendigkeit zu Nachbesserungen?

Die Polizeiverwaltung untersteht im Kreis Wesel dem Landrat. Der Bürgermeister hat so gut wie keinen Einfluss auf die Organisation und den Einsatz der Polizeibediensteten in der Gemeinde Schermbeck.

Im Jahre 2012 wies die Kriminalstatistik des Kreises Wesel für Schermbeck gegenüber 2011 sehr unbefriedigende Zahlen aus. Die Anzahl der Straftaten stieg um mehr als 25 % auf 751 Fälle an. Die Aufklärungsquote verringerte sich stark von 48,6 % auf 39,3 %. Damit wies Schermbeck den schlechtesten Wert aller rechtsrheinischen Kreis-Kommunen auf. Sprunghaft angestiegen waren in 2012 vor allem die Diebstähle (274 auf 388), wobei nur 9,5 % der Fälle aufgeklärt werden konnten. Gestern hat mir die Polizeiverwaltung auf meine Nachfrage hin die Ergebnisse von 2013 zur Verfügung gestellt. Die Kriminalitätsentwicklung in Schermbeck ging erfreulicherweise auf 626 Fälle zurück, lag aber immer noch über den Werten von 2010 (556 Fälle) und 2011 (586 Fälle). Die Aufklärungsquote lag bei 43,8 %. Auch die darin enthaltenen Diebstahldelikte gingen auf 294 Fälle zurück. Aufgeklärt werden konnten leider nur 39 Fälle. Die für Schermbeck immer noch unbefriedigende Situation weckt in mir den Wunsch, dass Schermbeck ein eigenes Polizeirevier erhält. Damit wird die Sicherheit erhöht und ein schnellerer Eingriff der Polizei möglich, vor allem, wenn die Polizei auch nachts Präsenz zeigt. Zivilstreifen könnten ebenfalls die Sicherheit der Bürger erhöhen.

Positiv ist anzumerken, dass die Zahl der Beratungsgespräche in Sachen Vorbeugung im Jahre 2013 gegenüber dem Vorjahr um 332 auf 1089 angestiegen ist. Ich werde als Bürgermeister dafür sorgen, dass die Aufklärungsaktionen „Riegel vor“ unter anderem für die technische Sicherheit an Haus und Wohnung sowie für nachbarschaftliches Augenmerk in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Die Bürger müssen stärker sensibilisiert werden, mehr für ihre Sicherheit zu tun. Über die Bundes- und Landtagsabgeordneten sollte erreicht werden, dass möglichst Fördermittel für den Einbau von Sicherungsmaßnahmen bereitstellt werden.

Von zeit zu zeit werden auch im Ortskern, wie zum Beispiel in der Schienebergstege, Buschkamp oder Landwehr, von der Polizei Geschwindigkeitsüberprüfungen vorgenommen. Ich würde mich als Bürgermeister dafür einsetzen, dass auch andere Bereiche zukünftig berücksichtigt werden, wie die Maassenstraße im Bereich Alte Poststraße in Richtung Gahlener Brücke oder auch in Neubaugebieten. Außerdem werde ich dafür sorgen, dass verstärkt das Geschwindigkeitsmessgerät der Gemeinde Schermbeck eingesetzt wird. 

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