Bürgermeisterkandidat Klaus Roth zur Gemeindeentwicklung

Frage von H. Scheffler (Schermbeck-online): Halten Sie eine Begrenzung der Bevölkerungszahl durch eine entsprechende Gemeindeplanung für sinnvoll? Geben Sie bitte – falls es Ihnen sinnvoll erscheint – Grenzwerte der Entwicklung an.

Die Einwohnerzahl ist ein bedeutender Parameter insbesondere für die Zumessung von Landesmittel bei den Schlüsselzuweisungen sowie den Investitions- und Sportpauschalen. So haben die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Schermbeck am 04.12.2013 Klage gegen die ermittelte amtliche Einwohnerzahl von 13.337 Personen mit Stand vom 09.05.2011 beschlossen. Die kommunale Einwohnerzahl nach dem Melderegister betrug hingegen 13.752 Personen. Neben weiterer Veränderungen bei den Messzahlen, wie dem Schüleransatz, Flächenansatz und andere, wirkt sich auch die verminderte Einwohnerzahl von 415 Personen negativ auf die Schlüsselzuweisungen aus. Die Festsetzung der Einwohnerzahl auf 13.337 Personen basiert auf einer Volkszählung im Jahre 2011. Für mich nicht nachvollziehbar, dass im Zeitalter der EDV durch einen Datenaustausch die Differenzen nicht geklärt werden können.

Die Einwohnerzahl hat sich seit dem Jahre 2000 nach Angaben des Statistischen Landesamtes NRW nur geringfügig verändert:

1997 = 13.564 2000 = 13.583

2005 = 13.687 2010 = 13.683

2011 = 13.681 2012 = 13.711

Im Jahre 2008 wurde der Gemeindeentwicklungsplan 1998 fortgeschrieben. Unter Zugrundelegung der Wanderungsgewinne und dem negativen Trend des Geburtenrückgangs wird für die Gemeinde Schermbeck nach dem LDS NRW im Jahr 2020 mit einer Bevölkerung von rund 13.500 Personen gerechnet. Die Bertelsmann-Stiftung rechnet damit, dass im Jahre 2020 ca. 13.610 Personen in Schermbeck leben werden.

Weil sowohl die Bevölkerungszahl angestiegen ist und darüber hinaus ein Zuwachs an Gewerbebetrieben und Häusern zu verzeichnen ist, wird im Jahre 2015 die zuletzt im Jahre 1992 modernisierte Kläranlage an der Alten Poststraße für 16.000 sogenannte Einwohnerwerte auf dann 18.000 EW erweitert.

Der dörfliche Charakter Schermbecks wird mit mir als Bürgermeister erhalten. Darüber hinaus sollte ein moderater Anstieg zu dem prognostizierten Bevölkerungsstand von 13.500 bis 13.600 Einwohner auch im Hinblick auf die eingangs erwähnten Zuweisungen von Landesmitteln angestrebt werden. Bei der zukünftigen Wohnbauentwicklung muss berücksichtigt werden, dass die Haushalte immer kleiner und die Menschen glücklicherweise älter werden. Kleine Wohneinheiten behindertengerecht ausgebaut sind daher dringend erforderlich.

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