Klaus Roth zur touristischen Förderung/ Bedeutung Schermbecks

Frage von H. Scheffler (Schermbeck-online.de): Sehen Sie weitere sinnvolle Maßnahmen zur Förderung der touristischen Bedeutung Schermbecks? Sind Nachbesserungen oder Einschränkungen erforderlich?

BfB Bürgermeisterkandidat Klaus Roth

BfB Bürgermeisterkandidat Klaus Roth

Durch die Nähe zum Ruhrgebiet nimmt Schermbeck eine besondere Stellung im Tourismus ein. Vor allem Wochenendausflügler kommen nach Schermbeck. Darüber hinaus auch Camper, die regelmäßig auf den zahlreichen Campingplätzen ihre Wohnwagen oder fest installierten Mobile aufsuchen. Sie alle bringen eine Menge Kaufkraft mit. Daher haben wir, die Fraktion „Bürger für Bürger“, die Zweitwohnsteuer auf Campingplätzen abgelehnt, weil zu befürchten ist, dass sie ihre Einkäufe nicht mehr in Schermbeck tätigen und auf Campingplätze in anderen Gemeinden ausweichen. Bestätigt sehen wir uns in der Aussage von Prof. Dr. Uwe Jens, der 30 Jahre Abgeordneter des Deutschen Bundestags war: „Man sollte die Camper nicht verscheuchen, sondern etwas für sie tun. Sie lassen Geld hier, sind gut für die Region.“

In und um Schermbeck wird den Touristen viel geboten. Der Dämmerwald und die Hohe Mark laden zum Wandern ein. Zahlreiche Radrouten führen durch Schermbeck. Museen, diverse Angelteiche, Reithallen, 18-Loch Golfanlage, Ballonfahrten, Kanufahrten und vieles andere mehr. Die ausgezeichneten Gastronomiebetriebe laden zum Verweilen ein.

Natürlich sind auch Verbesserungen erforderlich. Ich werde als Bürgermeister dafür sorgen, dass das Umfeld rund ums Rathaus und Mühlenteich sauberer wird. Meine vorgeschlagenen Verbesserungen vom 16.02.2014, den Standort der oftmals vermüllten Flaschencontainerfläche zu Beginn des Fußweges am Mühlenteich sauber zu halten und umzuorganisieren, wurden bis heute nicht umgesetzt. Auch viele auswärtige Besucher benutzen diesen Weg zu Spaziergängen.

In Schermbeck gibt es eine Reihe von Gärtnereien. Ich werde als Bürgermeister darum werben, dass sie die Pflanzen für eine Frühjahrsbepflanzung am Rathaus spenden und durch Webetafeln auf ihren Betrieb aufmerksam machen.

Behinderte im Rollstuhl oder mit Rollator, die insbesondere an den Wochenenden zu den Veranstaltungen nach Schermbeck kommen, haben es schwer, eine behindertengerechte Toilette zu finden. In einer von mir im Jahre 2010 durchgeführten Umfrage wünschten sich 79,3 % der Befragten die Vorhaltung einer rollstuhlgerechten Behindertentoilette. Meine an die Verwaltung gerichtete Anfrage, inwieweit die Benutzung der Toiletten in öffentlichen Gebäuden außerhalb der Öffnungszeiten mit dem EURO-Schlüssel möglich ist, erhielt ich zur Antwort, dass eine entsprechende Türanlage in der Bücherei Kosten von ca. 5.000 € verursachen wird. Auswärtige Besucher könnten die Toilette im Marienheim benutzen. Ich werde als Bürgermeister das Thema wieder aufgreifen und mich dafür einsetzen, dass in der Bücherei eine entsprechende Schließanlage eingebaut wird.

Zu zweit bin ich mit dem Fahrrad sechs Jahre lang deutsche Flüsse an 11/12 Tagen abgefahren. In dieser Zeit haben wir täglich durchschnittlich 100 Km zurückgelegt. Ob entlang des Mains, der Weser, dem Rhein, der Mosel und anderen Flüssen haben wir stets auf den offiziell ausgeschilderten Routen gut gepflegte Radwege vorgefunden. Teilweise waren auch Hinweisschilder für Übernachtungs- und Einkaufsmöglichkeiten angebracht. Wir waren froh über derartige Hinweise, damit wir im Ort unsere Flüssigkeits- und Essvorräte wieder auffüllen konnten. Leider stelle ich oftmals fest, dass die Sauberkeit des Radweges und der Bankette entlang der ehemaligen Bahntrasse zu wünschen übrig lässt. Äste und Brennnässel ragen in den Radweg hinein. Zumindest im Bereich Bricht / Damm ist es mir gelungen, dass der RVR zahlreiche Bänke zum Verweilen aufgestellt hat. Ich werde mich als Bürgermeister dafür einsetzen, dass die Radtouristen saubere Wege vorfinden. Mit den Gastwirten und Geschäftsleuten werde ich abstimmen, ob die Aufstellung von Hinweisschildern gewünscht wird.

Seit 20 Jahren setze ich mich für eine Entschärfung des Kreuzungsbereichs Alte Poststraße / Maassenstraße zum Beispiel durch den Bau eines Mini-Kreisels ein. Immer wieder ereignen sich hier zum Teil schwere Unfälle. Über diesen Kreuzungsbereich verlaufen auch einige Radrouten. Der RVR-Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse endet zunächst kurz vor der Gaststätte Ramirez an der Maassenstraße. Ich habe vor Jahren vorgeschlagen, dort einen Zebrastreifen aufzutragen, damit die Radfahrer die Straße sicher überqueren können. Eine entsprechende Beschilderung sollte sie dann auf die weitere Streckenführung des RVR-Radweges leiten. Bis heute hat sich nichts getan. Der Radtourist ist weiterhin im Kreuzungsbereich Alte Poststraße / Maassenstraße irritiert und erheblich gefährdet. Hier werde ich mich als Bürgermeister umgehend für eine Lösung einsetzen.

Nach der Statistik des Amtes für Information und Technik NRW fanden in 2013 in Schermbeck 59.198 Übernachtungen statt. Durchschnittlich bleiben die Gäste 1,6 Tage in Schermbeck. Im Jahre 2012 wurden noch 87.900 Übernachtungen erfasst. Ein Rückgang von rund 28.700 Übernachtungen = ./. 32.6 %. Dieser Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass das Ecco-Hotel an der Maassenstraße Insolvenz angemeldet hat. Der Betrieb steht seit September 2012 still. Darüber hinaus ist die Anzahl der Beherbergungsbetriebe von 11 auf 10 gesunken. Durch die Schließung des Ecco-Hotels sind nach Aussage eines Gastwirtes auf der Mittelstraße die Einnahmen gesunken. Ich werde mich dafür engagieren, dass sich möglichst bald ein neuer Betreiber findet.

Wörter: , ,

Noch keine Kommentare.

Schreibe einen Kommentar