Warum ist die BfB gegen Windkraft in Schermbeck?

Unsere Fraktion „Bürger für Bürger“ hat sich gegen die Ausweisung von zwei neuen Konzentrationszonen für die Nutzung von Windkraftanlagen gestimmt. Wohl wissend, dass dies nicht der aktuellen Gesetzgebung entspricht. Wir verschließen uns nicht der Energiewende. Sie muss nach unserer Auffassung
1) anders organisiert,
2) europaweit, insbesondere mit den Nachbarländern, wie NL, Frankreich u. a., abgestimmt,
3) gerechter für den Bürger finanziert
werden. Nach Presseberichten ist in den Niederlanden geplant, ein neues AKW zu bauen. Bei einem Atomunfall wäre, unabhängig davon, ob in Deutschland der Klimawandel gelingt, auch NRW massiv gefährdet.

Der Bürger zahlt durch die stetig steigende EEG-Umlage über den Strompreis den Klimawandel, unter anderen für die Windkraft. Sie macht zurzeit 21 % des Strompreises aus. Sie wird von allen Strombeziehern, es sei denn, der Bund hat für einige Unternehmergruppen Ausnahmeregelungen beschlossen, bezahlt. 2015 wird es eine Minisenkung von 0,07 ct/kWh geben, durch den Netzausbau ist in den Nachfolgejahren mit weiteren Erhöhungen zu rechnen. Die Strompreise in Deutschland gehören zu den höchsten in Europa.

Wir sind uns sicher, ohne Förderung durch den Bund würde kein Investor auf eigene Rechnung eine Windkraftanlage errichten. Profiteure wegen der garantierten Förderung sind vor allem die Investoren, Grundstückseigentümer, Kämmerer der Gemeinden. Interessant ist festzustellen, dass die Dorstener Energiegenossenschaft „die Windkraft auf Eis gelegt“ hat. Sie hat voll auf Sonnenkraft gesetzt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in den zwei beschlossenen Konzentrationszonen jeweils 5 Windräder entstehen. Nach dem Landesverband Wind-Energie „liegt der Schlüssel der Wirtschaftlichkeit in der Höhe“. Im Raum Münster sind bereits Anlagen von 206 m Höhe in Bau. Wir, Bürger für Bürger, sind gegen die Verspargelung unserer schönen Landschaft.

Wenn der Schermbecker Bürger wenigstens einen Preisvorteil dabei hätte, könnte man sich ggf. noch mit dieser Technik anfreunden. Ganz im Gegenteil. Kann Strom produziert aber nicht eingespeist werden erhält der Anlagenbetreiber eine Entschädigung. Hierbei handelt es sich schwerpunktmäßig um Windkraftanlagen. Im Jahr 2011 mussten 407 GWh Windstrom abgeregelt werden und es wurden hierfür Entschädigungszahlungen von 33,5 Mio. Euro fällig (Quelle: Wikipedia). Wird an windstarken Tagen viel Strom durch Windenergie erzeugt sinkt der Preis an der Strombörse in Leipzig. Von diesem Preisvorteil sieht der Verbraucher nichts. Er zahlt dagegen die Differenz zwischen dem an der Börse erzielten Preis und dem garantierten Vergütungssatz.

Etwas anders verhält es sich, wenn ein Hausbesitzer auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installieren lässt. Dann kann er zumindest Anteile davon als Eigenstrom nutzen und hat einen Vorteil davon. Allerdings will nach einem Artikel der IHK die Bundesregierung einen Riegel davor schieben, weil sie die Eigenerzeugung als ineffizient hält. „Einen Beweis dafür liefert sie zwar nicht. Trotzdem soll der weitere Zubau von Photovoltaik- und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zur Versorgung mit eigenem Strom gebremst werden“.

Wir treten dafür ein, dass der Bund den Austausch alter Heizungsanlagen fördert, so wie es vor einigen Jahrzehnten durch 7b Sonderabschreibungen möglich war.

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