Störenfriede

Klaus Roth hat bei der Verteilung unserer neuen Bürgerinformation „Bürger für Bürger – Ausgabe 2016“ zusätzlich in seinem Wahlbezirk „Bricht/Waldweg“ nachstehendes Schreiben beigefügt:

Bürgermeister (BM) Rexforth bezeichnet anders denkende Mitbürger als Störenfriede.

In der öffentlichen Versammlung zum Thema „Breitbandverkabelung in Bricht“ hat BM Rexforth, ohne Namen zu nennen, einige Ratsvertreter von Schermbeck, die eine etwas andere Auffassung zu der Umsetzung dieses Themas hatten, indirekt als Störenfriede bezeichnet. Es ist schon mehr als verwunderlich, wenn sich normale demokratische Bürger und Einwohner der Gemeinde Schermbeck für eine von der Meinung des BM abweichenden eigenen Meinung als Störenfriede bezeichnen und sich dafür gleichzeitig beleidigen lassen müssen. In diesem Zusammenhang scheint der BM ein gestörtes Verhältnis mit dem im Grundgesetz der BRD fest verankerten Recht auf freie Meinungsäußerung zu haben. In den letzten Monaten sind eine Menge Informationen, ob berechtigt oder unberechtigt, ob richtig oder falsch, ob seriös oder unseriös, sei dahingestellt, in der Presse und im Internet ausgetauscht worden. Manchmal hat der Unterzeichner geglaubt, er sei auf einem orientalischen Basar. Ich bin mir sicher, dass diese übertriebene Marketingstrategie verbunden mit dem auch bereits an anderer Stelle kritisierten übertriebenen persönlichen Engagement nur zur Gesamtverwirrung und Gesamtunsicherheit beigetragen hat. Freie Marktwirtschaft sieht in meinen Augen irgendwie anders aus. Um zumindest die Klimaziele 2020 zu erreichen, werden die Bundesbürger von der Bundesregierung auch nicht dazu genötigt, bei Neuanschaffungen nur noch subventionierte Elektrofahrzeuge zu kaufen.


Da stellt sich dem interessierten Bürger doch einfach nur die Frage, warum sich der BM so extrem engagiert für das Paket der Deutschen Glasfaser eingesetzt hat, obwohl es sich bei dieser äußerst schnelllebigen Technik, so zumindest Experten aus der IT-Branche, mittelfristig gesehen mit den beworbenen 100 MB um die Transferratenkapazität von gestern handelt. Andere Anbieter bringen bereits bei einer gemischten Glasfaser-Coax-Kupfer-Verkabelung bis zu 400 MB in ihre Kabelnetze. Und im Funknetz werden bereits bis zu 4 GB beworben.

 

An dieser Stelle gestatten Sie mir nochmals die klare und deutliche Feststellung, dass wir, die Fraktion „Bürger für Bürger“, uns nie gegen diese grundsätzlich richtige und zukunftsweisende Technik ausgesprochen haben, sondern uns nur gegen dieses weder vom Rat noch von einer anderen Institution geforderte Überengagement des BM kritisch geäußert haben. Und dies ist und bleibt unser demokratisches Grundrecht.

 

Ihnen und Ihren Angehörigen schon jetzt ein friedvolles Fest sowie Gesundheit für das kommende Jahr.

​​​Herzlichst Ihr Klaus Roth

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