Gibt es in Schermbeck Menschen 1. und 2. Klasse? — Leserbrief eines Bürgers

Gibt es in Schermbeck Menschen 1. und 2. Klasse?

Wenn der Bürgermeister von Schermbeck einen aktuellen Einbruch in das Haus einer Freundin zum Anlass nimmt, sofort einen persönlichen Aufruf in den sozialen Medien wie Facebook zu starten, stellt sich dem Normalbürger die Frage, wo war denn der Bürgermeister und sein persönliches Interesse an der Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger, als am 03.01.2017 die handgreiflichen Auseinandersetzungen im Bereich Ecco-Hotel, ARAL-Tankstelle und REWE-Markt stattgefunden hatten und viele Menschen so lange im REWE-Markt verblieben, bis die Polizei mit dem Einsatz von drei Streifenwagen die Ordnung wiederhergestellt hatte.

Ist der sicherlich vorhandene persönliche Schock, resultierend aus einem Einbruch mit Sachschaden und dem eventuellen Verlust versicherter Gegenstände und Erinnerungsstücke, schwerwiegender anzusetzen als die leibliche Unversehrtheit von normalen Bürgern auf der Straße bzw. beim Einkauf?

Auch wenn es jetzt wieder einen Aufschrei der Schermbecker Meinungsmonopolisten und selbsternannten Moralaposteln geben sollte, die sich bei diesem berechtigten Vergleich trotzdem vor ihr Schienbein getreten fühlen, hat ein Bürgermeister sich ursächlich um das Allgemeinwohl seiner Bürgerinnen und Bürger zu kümmern und erst danach auch Einzelinteressen Folge zu leisten. Es sei denn, die Polizei bestätigt, dass es sich im Bereich der Kettelerstraße um einen Schwerpunkt bei den Hauseinbrüchen oder anderen kriminellen Ereignissen handelt. Dann wäre dieser Aufruf lobenswert.

Und sollte der Bürgermeister sich in diesem Zeitraum zu Beginn des Jahres 2017 in einem wohlverdienten Erholungsurlaub befunden haben, gibt es mehrere hochdotierte Stellvertreter, die sich dieser Angelegenheit auch in den sozialen Medien hätten annehmen können. Zu einer solchen offiziellen Stellungnahme kam es jedoch erst, nachdem die BfB dieses Ereignis im Rathaus hinterfragt hatte und auf ihrer Homepage darüber berichtete.

NN
(Autor ist der BfB-Redaktion bekannt)

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