Handgreifliche Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen im Bereich von Ecco-Hotel, ARAL-Tankstelle und REWE-Markt am 03.01.2017

Von verschiedenen Schermbecker Bürgerinnen und Bürgern wurden wir noch am Abend des 03. Januars 2017 darüber informiert, dass es handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen im vorgenannten Bereich gekommen sei. Nach diesen Angaben trauten sich diverse Besucher des REWE-Marktes aus persönlicher Angst nicht mehr aus dem Markt, um zu ihren Fahrzeugen zu gehen. Erst durch den schnellen Einsatz von insgesamt 3 Streifenwagen der Polizei beruhigte sich die Lage vor dem Ladengeschäft und auf dem Gelände der Tankstelle wieder.

Da weder in den regionalen Medien noch im Presseportal der Kreispolizeibehörde Wesel hierüber berichtet wurde, hat die BfB-Fraktion am 05.01.2017 per E-Mail den Schermbecker Bürgermeister versucht zu kontaktieren, um von dort eine Bestätigung dieses Vorfalls und eine neutrale Schilderung des Sachverhaltes zu erlangen.

Durch die urlaubsbedingte Abwesenheit des Bürgermeisters hat Herr Tekaat, Pressesprecher der Gemeinde Schermbeck, unsere E-Mail bereits am 06.01.2017 wie folgt beantwortet:

„Die Verwaltung ist sofort am 4.1. durch den für Schermbeck zuständigen Caritas Mitarbeiter über den Vorfall am Abend des 3.1. informiert worden. Aufgrund der Schilderung kann ich Dir sagen, dass es am Abend des 3.1. gegen 20.00 Uhr zu einem Einsatz der Polizei an der AralTankstelle gekommen ist. Mitarbeiter der Tankstelle haben die Polizei alarmiert, weil es Handgreiflichkeiten zwischen Personen gegeben haben soll. Der Hausmeister der Caritas wurde über die Rufbereitschaft von einem Bewohner des Ecco Hotels ebenfalls informiert und war dann vor Ort auch anwesend.
Nach den Schilderungen des Hausmeisters und der Bewohner hat sich folgendes abgespielt:
3 Bewohner des Ecco Hotels hatten Besuch von mehreren Personen, überwiegend afghanischer Herkunft. Die Personen wohnen weder im Ecco Hotel noch sind sie in Schermbeck zugewiesen, sondern kamen nach Aussage der Bewohner aus vielen unterschiedlichen Städten. Als die Besucher das Hotel verlassen haben, hat ein Bewohner beobachtet wie diese Personen andere Bewohner des Ecco Hotels auf Höhe der Aral-Tankstelle attackiert haben. Die Bewohner sind dann ihren Freunden zu Hilfe geeilt und die Polizei wurde verständigt. Die Polizei hat die Personalien aufgenommen und allen Personen, die nicht im Ecco Hotel und Schermbeck wohnen, Platzverbot erteilt. Nach Angaben der Betroffenen sind diese dem Platzverbot auch nachgekommen und verschwunden.
Im Laufe des 4.1. wurden bei Kontrollen keine fremden Personen mehr im Ecco Hotel angetroffen.
Anwohner bzw. Bürger Schermbecks sind nach Kenntnis der Caritas nicht zu körperlichen Schäden gekommen. Es hat sich um eine Auseinandersetzung zwischen Flüchtlingen gehandelt. Es hat wohl einen Flüchtling gegeben, der sich in ärztliche Behandlung gegeben hat. Dies war eine Vorsichtsmaßnahme und dem Mann geht es auch wieder gut.
Weitere Infos, vor allen Dingen von Seiten der Polizei über den Einsatzbericht, liegen zur Zeit noch nicht vor.“

Da bis zum heutigen Tage (14.01.2017) nach wie vor nicht über diesen Vorgang in den lokalen und regionalen Medien berichtet wurde, halten wir, die BfB-Fraktion, es für richtig und wichtig, die Schermbecker Bürgerschaft über dieses Ereignis zu informieren.

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  1. 29. Januar 2017 at 13:26 #

    Gibt es in Schermbeck Menschen 1. und 2. Klasse?
    Wenn der Bürgermeister von Schermbeck einen aktuellen Einbruch in das Haus einer Freundin zum Anlass nimmt, sofort einen persönlichen Aufruf in den sozialen Medien wie Facebook zu starten, stellt sich dem Normalbürger die Frage, wo war denn der Bürgermeister und sein persönliches Interesse an der Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger, als am 03.01.2017 die handgreiflichen Auseinandersetzungen im Bereich Ecco-Hotel, ARAL-Tankstelle und REWE-Markt stattgefunden hatten und viele Menschen so lange im REWE-Markt verblieben, bis die Polizei mit dem Einsatz von drei Streifenwagen die Ordnung wiederhergestellt hatte.
    Ist der sicherlich vorhandene persönliche Schock, resultierend aus einem Einbruch mit Sachschaden und dem eventuellen Verlust versicherter Gegenstände und Erinnerungsstücke, schwerwiegender anzusetzen als die leibliche Unversehrtheit von normalen Bürgern auf der Straße bzw. beim Einkauf?
    Auch wenn es jetzt wieder einen Aufschrei der Schermbecker Meinungsmonopolisten und selbsternannten Moralaposteln geben sollte, die sich bei diesem berechtigten Vergleich trotzdem vor ihr Schienbein getreten fühlen, hat ein Bürgermeister sich ursächlich um das Allgemeinwohl seiner Bürgerinnen und Bürger zu kümmern und erst danach auch Einzelinteressen Folge zu leisten. Es sei denn, die Polizei bestätigt, dass es sich im Bereich der Kettelerstraße um einen Schwerpunkt bei den Hauseinbrüchen oder anderen kriminellen Ereignissen handelt. Dann wäre dieser Aufruf lobenswert.
    Und sollte der Bürgermeister sich in diesem Zeitraum zu Beginn des Jahres 2017 in einem wohlverdienten Erholungsurlaub befunden haben, gibt es mehrere hochdotierte Stellvertreter, die sich dieser Angelegenheit auch in den sozialen Medien hätten annehmen können. Zu einer solchen offiziellen Stellungnahme kam es jedoch erst, nachdem die BfB dieses Ereignis im Rathaus hinterfragt hatte und auf ihrer Homepage darüber berichtete.
    Mister X

    Geschrieben von Mister X

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