(Presse)Stellungnahme der Fraktion „Bürger für Bürger“

Bürgermeister will mehr Engagement für die Mittelstraße – Artikel in der DZ vom 10.06.2017

Bezug: Leserbrief von Herrn Axel Wolters in der DZ vom 13.06.2017

In einigen Punkten stimmen wir Herrn Wolters zu. So zum Beispiel zu der seinerzeitigen Auffassung, dass bei Schließung der Mittelstraße Leerstände reduziert werden. Leerstände gehören heute leider zum Alltagsbild in Schermbeck. Was unternimmt Wirtschaftsförderung dagegen? In den letzten Jahren ist eine weitere Bautätigkeit im und um den Ortskern herum feststellbar (hinter dem Hallenbad, demnächst am Borgskamp). Der Kfz-Verkehr wird dadurch auf der Mittelstraße nicht verringert. Politik hat auch auf die Bürger Rücksicht zu nehmen, die bei einer Schließung der Mittelstraße durch den Mehrverkehr zusätzlich belastet werden. Der Bürgermeister fordert mehr Engagement für die Mittelstraße. Am letzten Wochenende haben wir Einjähriges von unserem Antrag „Unsere Gemeinde soll schöner werden“ gefeiert. Wir haben damit sowohl umweltpolitisches als auch touristisches Engagement für unsere Gemeinde Schermbeck gezeigt. Doch leider warten wir heute immer noch auf eine Behandlung unseres Antrages im zuständigen Ausschuss. Oder ist bürgerliches Engagement unserer Faktion „Bürger für Bürger“ bei unserer Verwaltungsspitze unerwünscht? Auch unsere Vorschläge und die Bereitschaft zur Hilfestellung zur Weiterführung der Bücherei wurden vom Bürgermeister ignoriert.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Roth

Fraktionsvorsitzender „Bürger für Bürger“

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  1. 27. Juni 2017 at 13:26 #

    Am Samstag, 10. Juni 2017, beanstandet der Bürgermeister der Gemeinde Schermbeck, Herr Mike Rexforth, in einem Artikel in der Dorstener Zeitung fehlendes Engagement von Werbegemeinschaft, Gemeindemarketingverein und Wirtschaftsförderung für die Mittelstraße. Gleichzeitig fordert er von den Politikern Einsicht dafür, dass die Gemeinde für ein solch erweitertes Engagement auch bereit sein muss, entsprechende Mittel für solche Werbe- und Marketingmaßnahmen zur Verfügung zu stellen bzw. in solche zweckgebundenen Maßnahmen zu investieren. Es ist zwar schön zu hören, das unter der Überschrift „Wir sind Schermbeck“, einer Erfindung des Gemeindemarketingvereins der Schermbecker Gemeindeverwaltung noch eine neue Homepage „www.schermbeckdeal.de“ erzeugt und aktiviert werden soll, wo Schermbecker Betriebe und Gewerbetreibende ihre Produkte anbieten können. Welche umsatz- und ergebnisbringende Zahlen erwartet man sich von einer solchen Maßnahme im Schermbecker Rathaus? Es ist doch in der IT-Welt allgemein bekannt, dass solche regional begrenzten Angebote örtlicher Firmen nur sehr kleine Zugriffszahlen haben und damit keinen zusätzlichen Umsatz generieren.
    Vielleicht sollte man sich in der Verwaltungsspitze im Schermbecker Rathaus mal Gedanken darüber machen, ob es nicht besser wäre, zuerst mit den Personen und damit mit den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Schermbeck zu sprechen und deren Wünsche zu hinterfragen. Denn nur diese Einwohner verfügen über die eigene Kaufkraftentscheidung, wo und wie sie mit ihren Produktnachfragen zu einer Steigerung von Umsatz und Ergebnis der Schermbecker Firmen in erster Linie beitragen können.
    Was bringt eine digitale Ausweitung des Engagements der Schermbecker Gewerbetreibenden, wenn diese Maßnahmen keine zusätzliche Nachfrage erzeugen, weil diese Aktionen komplett am Bürger vorbei gehen. Meines Erachtens sollte der Gemeindemarketingverein das Pferd nicht theoretisch von hinten aufzäumen sondern sollte in die praktische Offensive gehen und zum Beispiel im Rahmen einer „Bürgerwoche“ hinterfragen, welche Engagements die Schermbecker Bürgerinnen und Bürger sich für eine Wiederbelebung der Mittelstraße wünschen.
    Wenn es im letzten Jahr möglich war, mehrere Rundschreiben zum Thema Glasfaser an alle Haushalte in Umlauf zu bringen, sollte es doch für die Wiederbelebung unserer Mittelstraße auch möglich sein, einen Frage- oder Ideenbogen an alle Haushalte zu verteilen. Wem dieser Vorschlag zu anonym ist, der könnte sich sicherlich mit einem Informationsstand auf der Mittelstraße deutlich besser arrangieren. Von Montag bis Freitag könnte ein solcher Info-Stand zum Beispiel vom Hotel „Zur Linde“ am Montag bis zum Rathaus am Freitag täglich weiter wandern. Eine noch direktere Ansprache der Schermbecker Bevölkerung wäre durch Einschaltung und Beteiligung der Schermbecker Vereine, Institutionen (z.B. Netzwerk und/oder Bürgertreff) und Seniorenbeirat möglich.
    Diesen Informationsfluss könnte man seitens der Verwaltung auch erreichen, wenn der Gemeindemarketingverein neben den vorgenannten Vereinen und Institutionen auch die politischen Parteien und Vereinigungen zur Teilnahme und zum Mitmachen einbindet. Unter dem möglichen Motto „Bürgerbegegnung – wir machen mit!“ ließe sich sicherlich in ein kostengünstiges und vielfältiges Programm investieren, so als goldener Abschluss der einwöchigen Bürgerwoche. Eine solche Veranstaltung gleich als Ersatz für das weggefallene „Schermbeck genießen“ zu betrachten, ist vielleicht zum jetzigen Zeitpunkt etwas weit hergeholt.
    Alternativ und auf deutlich kleinerer Flamme ließe sich für einen solchen Beratungsprozess auch ein Bürgerforum oder eine Bürgerbeteiligung installieren. Dabei werden ca. 20 Bürgerinnen und Bürger nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und gebeten, Entscheidungshilfen für die Belebung der Mittelstraße zu erarbeiten.
    Meines Erachtens ist eine nachhaltige Wiederbelebung der Schermbecker Mittelstraße nur mit Querdenkern, die bereit sind, die eingetretenen Pfade zu verlassen, möglich. Wenn aus Bürgerwoche und Bürgerforum hervorgehende praktikable Ideen, Gedanken oder Patenschaften von den Gewerbetreibenden angenommen werden, das jeweilige Produktangebot dieser Nachfrage angepasst wird und damit Kaufkraft in Schermbeck gebunden wird, kann das gesetzte Ziel erreicht werden.
    Herr Bürgermeister, zeigen sie Bereitschaft, das fehlende Engagement nicht nur verbal und digital einzufordern sondern auch praktisch umzusetzen.
    Mit wirklich freundlichen Grüßen
    Ihr Gerhard Pszolla

    Geschrieben von Gerhard Pszolla

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