Schreiben an den Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG vom 08.08.2017 – Anhebung der Bezugspreise der Dorstener Zeitung zum 01. Juli 2017

Sehr geehrte Herren Geschäftsführer,

eine große Anzahl unserer Mitglieder, der Wählervereinigung „Bürger für Bürger“, sind Abonnenten oder Leser der Dorstener Zeitung. Einige von ihnen haben sich uns gegenüber gegen die erneut zum 01.07.2017 erfolgte Preiserhöhung ausgesprochen. Nach unseren Fest-stellungen ist der Bezugspreis ab 01.07.2010 bis heute um 57 % gestiegen:

                                                                                        zum Vergleich *)

                                                                                      Rentenanstieg  Verbraucher-

                                                                                          West                  preise

ab 01.07.2010 = 259,92 € = 100,0 % = Basiswert

ab 01.07.2011 = 281,58 € = 108,3 % = + 8,3 %                         +  0,99                  + 2,1

ab 01.07.2012 = 303,24 € = 116,7 % = + 7,7 %                         +  2,18                  + 2,0

ab 01.07.2013 = 323,76 € = 124,6 % = + 6,8 %                        +  0,25                  + 1,5

ab 01.07.2014 = 345,42 € = 132,9 % = + 6,7 %                        +  1,67                  + 0,9

ab 01.07.2015 = 367,08 € = 141,2 % = + 6,3 %                        +  2,10                  + 0,3

ab 01.07.2016 = 386,46 € = 148,7 % = + 5,3 %                       +  4,25                  + 0,5

ab 01.07.2017 = 408,12 € = 157,0 % = + 5,6 %                       +  1,90                  + 2,2

—————————————

                                                                                                + 13,34                  + 9,5

*) Focus Online 23.03.2017

Der monatliche Abo-Preis ist damit von 2010 von 21,66 € bis heute auf 34,01 € gestiegen. Der normale Monatspreis für Einzelzahler beträgt aktuell sogar 35,80 €.

Bei vielen Lesern und Beziehern der Tageszeitung handelt es sich um Rentnerinnen und Rentner. Während dieser Leserkreis im Zeitraum 2010 – 2017 mit einer Anpassung seiner Rentenleistungen von kumuliert 13,3 % auskommen muss, haben Sie im Vergleichszeitraum Ihren Bezugspreis kumuliert um 57 % erhöht. Wirklich begründet werden die Erhöhungen nicht. Es heißt nur immer, die Erhöhung ist zwingend erforderlich. Wir sind der Überzeugung, dass diese Preissteigerungen im Wesentlichen auf die reduzierte Abonnentenzahl zurück zu führen ist. Die gleichbleibenden Fixkosten des Verlages verteuern das Produkt „Dorstener Zeitung“ für die verbleibenden Abonnenten.

Sicherlich ist die Dorstener Zeitung ein Qualitätsprodukt, das einen gewissen allerdings kurzzeitigen Halbtageswert darstellt.

Wir, die unabhängige Schermbecker Wählergemeinschaft, möchten das Medienhaus Lensing auch im Namen der übrigen Schermbecker Leserschaft um eine ausführliche und detailgenaue Stellungnahme bitten, welche wirtschaftlichen Einzelfaktoren in diesen letzten acht Jahren zu den jeweiligen Preisanpassungen geführt haben. Ebenfalls interessiert uns, wie zukünftig die jährliche durchschnittliche Preiserhöhung von im Mittel über 7,1 % verhindert werden kann. Nur über diesen öffentlichkeitswirksamen Weg ist die Glaubwürdigkeit dieser Preisanpas-sungen zu vermitteln und lassen sich unseres Erachtens weitere Abonnementskündigungen verhindern.

Wir behalten uns vor, unser Schreiben und Ihre Stellungnahme auf unsere Homepage im Internet zu veröffentlichen. Für ein persönliches Gespräch in Dorsten stehen die Unterzeichner ebenfalls gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

BfB-Schermbeck, Fraktion im Rat der Gemeinde Schermbeck

Klaus Roth                  Gerhard Pszolla

Fraktionsvorsitzender     Fraktionsmitglied

 

 

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