Mein Schermbeck – Unser Vorschlag/Antrag an den Bürgermeister der Gemeinde Schermbeck auf Einrichtung einer „Bürger-Service-App“ vom 14.12.2017 – Stellungnahme an die Lokalredaktion der Rheinischen Post auf einen Artikel vom 02.03.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 02.03.2018 haben sie auf RP-Online unter der Überschrift „Schermbeck – Neuer Internetauftritt für die Gemeinde“ einen sehr aufschlussreichen Artikel basierend auf Ausführungen aus dem Schermbecker Rathaus veröffentlicht. Darin wird von der Schermbecker Verwaltung Bezug genommen auf Ausführungen des KRZN bezüglich einer umfassenden Neugestaltung des Internetauftritts der Gemeinde Schermbeck und einem Start in neuer Technik ab 2021.

Scheinbar hat sich bis zum heutigen Tage beim KRZN noch nicht herum gesprochen, dass die Bundesregierung bereits im letzten Jahr mit einer Grundgesetzänderung die Grundlage dafür geschaffen hat, mit dem Online-Zugangsgesetz Standards zu definieren, die den Zugang von Bürgern zu Verwaltungsdienstleistungen regeln. Bundestag und Bundesrat können IT-Standards beschließen, die einheitlich in ganz Deutschland gelten. Das wiederum ist die Rechtsgrundlage für das einheitliche Bürgerportal. Berlin arbeitet mit Hochdruck an der Umsetzung, um noch in diesem Jahr, spätestens aber im kommenden Jahr damit zu starten. Dann können alle Verwaltungsleistungen, die online möglich sind, mit Passwort und Zugang per PC erledigt werden. Der Bund wird hierfür außerdem eine halbe Milliarde Euro aufwenden, um den Kommunen bei der Umsetzung unterstützend zu helfen. Da stellt man sich als steuerzahlender Bürger doch glatt die Frage, warum wollen der Kreis Wesel, das gemeinsame Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) und die Gemeinde Schermbeck noch Steuergelder verschwenden, wenn ein bundeseinheitliches Bürgerportal bereits im Aufbau ist und aus Mitteln des Bundes auch finanziert wird?

Wir können uns in diesem Zusammenhang den dezenten Hinweis nicht verkneifen, dass manchmal ein Blick über den Tellerrand des eigenen „Dunstkreises“ dazu beitragen könnte, mit den anvertrauten Steuergeldern effektiver umzugehen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Roth                       Gerhard Pszolla

Fraktionsvorsitzender       Fraktionsmitglied

Noch keine Kommentare.

Schreibe einen Kommentar